PKV in der Kritik
17. Februar 2011 – 04:31Derzeit sind sowohl GKV, als auch PKV in der Kritik.
Der Beitrag findet sich hier:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6508768
Was sind die Kernaussagen dieses Berichtes?
- Man braucht ein einheitliches System
- Im Alter ist man in der PKV wegen der hohen Beiträge vielleicht nicht richtig aufgehoben
- Der GKV laufen die jungen wohlhabenden gesunden Menschen davon
- In der PKV gibt es eine Überversorgung, in der GKV eine Unterversorgung
Was ist falsch?
Zunächst einmal wird mit keinem Satz erwähnt, dass es eine übergeordnete Ungerechtigkeit im Gesundheitssystem gibt. Warum dürfen sich Beamte privat versichern, Angestellte aber nicht? Das ist eine Frage auf die niemand eine Antwort hat.
Natürlich laufen der gesetzlichen Krankenkasse die Patienten nicht wegen der schlechteren Leistung weg, sondern wegen der Berechnung der Beiträge. Wenn z.B. ein junger Selbständiger gesetzlich versichert ist, dann zahlt er ca. 15% des Bruttoeinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Und?
Er zahlt diese 15 Prozent VOLL vom Brutto, es gibt bei ihm keinen Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil wie bei Angestellten oder Beamten. Viele scheinen das nicht zu wissen. Ein junger gut verdienender Selbständiger würde so knapp 600 Euro monatlich in die GKV einzahlen.
In der PKV wäre er mit ca. 120 Euro gut dabei und käme auch noch auf eine bessere Leistung.
Die ganze Debatte um PKV und GKV ist gekennzeichnet von Fehlinformationen und Halbwahrheiten. Ich hoffe, dass irgendwann mal jemand das Thema als ganzes angehen wird.
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